Leaving South Korea

Leaving South Korea

Despite her good education – which is roughly comparable to a bachelor’s degree today – there were very few job opportunities for Haeng-Ja Fischer in South Korea in the late 1960s. She was also suffering in her marriage. She wanted to divorce her abusive husband. However, this was very difficult for women in South Korea at that time. In order to change her situation and get the chance to build a better life for her and her two children, applying for a nursing job abroad seemed like a great opportunity. 

At first, she considered going to the USA. But, as Haeng-Ja Fischer reports, the USA at that time “only accepted single people but not those married with kids”. As she heard about free nurse positions in West Germany she applied and was accepted. Sometime later, in 1969, she arrived at Cologne-Bonn Airport (North Rhine-Westphalia). To her surprise – but above all to her delight – the head nurse drove her and other women by car from the airport to her new work place at St. Josef-Hospital in Bochum. Seeing a woman driving a car on the German “Autobahn” in some ways meant “everything is possible”. 

Aufbruch aus Südkorea 

Trotz guter Ausbildung – die heute etwa mit einem Bachelor-Abschluss vergleichbar ist –, gibt es für Haeng-Ja Fischer Ende der 1960er-Jahre in Südkorea nur wenig Arbeitsmöglichkeiten. Auch leidet Haeng-Ja Fischer damals in ihrer Ehe. Sie will sich scheiden lassen. Dies ist damals in Südkorea für Frauen jedoch sehr schwierig. Die Arbeitsaufnahme im Ausland erscheint daher als Möglichkeit, Geld zu verdienen, um die Familie zu unterstützen und ihr Unabhängigkeit zu bringen. 

Zunächst erwog sie, in die USA zu gehen. Doch wie Haneg-Ja Fischer berichtet, nahmen die USA zu jener Zeit „nur Alleinstehende auf, nicht aber Verheiratete mit Kindern“. Als sie von freien Stellen für Krankenschwestern in Westdeutschland hörte, bewarb sie sich und wurde angenommen. Einige Zeit später, im Jahr 1969, kam sie am Flughafen Köln-Bonn (Nordrhein-Westfalen) an. Zu ihrer Überraschung – aber vor allem zu ihrer großen Freude – fuhr die Oberschwester sie und andere Frauen mit dem Auto vom Flughafen zu ihrem neuen Arbeitsplatz im St.-Josef-Krankenhaus in Bochum. Eine Frau auf der deutschen Autobahn am Steuer eines Autos zu sehen, bedeutete in gewisser Weise: „Alles ist möglich“.